In der gegenwärtigen Lage ist die Schuldenbremse fest in unserer Verfassung verankert, und es erscheint unwahrscheinlich, dass eine Zwei-Drittel-Mehrheit für ihre Änderung gefunden werden könnte – eine Einschätzung, die meiner persönlichen Meinung entspricht und als zutreffend erachtet wird.

Die Schuldenbremse erfüllt eine zentrale Funktion, insbesondere vor dem Hintergrund fehlender akuter Notlagen, die die Notwendigkeit zusätzlicher Schulden rechtfertigen würden. Diese bewährte fiskalpolitische Regelung hat sich als wirkungsvoller Mechanismus zur Begrenzung der Staatsverschuldung erwiesen, und es ist von entscheidender Bedeutung, ihre Stabilität und Effektivität zu bewahren. Länder in unserer Nachbarschaft wie die Schweiz, Österreich, Schweden, Luxemburg und die Niederlande haben ähnliche Regelungen erfolgreich implementiert.
Die Bestrebungen von SPD und Grünen, die Schuldenbremse im kommenden Jahr auszusetzen, um die aktuelle Haushaltskrise zu bewältigen, sollten jedoch mit kritischem Blick betrachtet werden. Eine erneute Aufnahme von Schulden könnte leicht zu einer neuen Schuldenspirale führen, was später zu einem erheblichen Anstieg der Zinslast führen könnte. Daher ist es von größter Wichtigkeit, sorgfältig abzuwägen und die langfristige finanzielle Stabilität stets im Blick zu behalten.

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