Kulturelle Bildung ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bildungs- und Gesellschaftsverständnisses. Sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenz und kulturelle Teilhabe – weit über den Unterricht hinaus. Dabei darf sie nicht unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet oder gar vernachlässigt werden.

Der Landkreis Miltenberg zeigt mit Formaten wie dem Jugendkulturpreis und dem Internationalen Chorwettbewerb, welche Strahlkraft kulturelle Initiativen entfalten können. Diese Projekte leisten einen bedeutenden Beitrag zur musikalischen Nachwuchsförderung, zur regionalen Identität und zur internationalen Verständigung. Diese gewachsenen Strukturen verdienen nicht nur Anerkennung, sondern auch eine aktive, zukunftsorientierte Weiterentwicklung – durch politische Unterstützung, gesellschaftliche Mitverantwortung und kreative Impulse aus der Bildungslandschaft.

Der CSU-Arbeitskreis Schule, Bildung, Sport begrüßt ausdrücklich die Initiative, den Jugendkulturpreis neu aufzustellen und ihn stärker in der Bildungslandschaft zu verankern: „Wenn wir junge Menschen für Musik und Kultur begeistern wollen, brauchen wir Formate, die Zugänge schaffen, Teilhabe ermöglichen und Talente sichtbar machen. Das gelingt nur gemeinsam mit den Musikschulen, Vereinen, Lehrkräften und Schulen, die im Alltag diese wertvolle Arbeit leisten.“

Ein gemeinsamer Wettbewerb – unter Mitwirkung von öffentlichen und privaten Musikschulen, von Musik- und Gesangsvereinen, dem Maintalsängerbund, dem Musikverband Untermain sowie hauptamtlicher Musikpädagoginnen und -pädagogen an Realschulen und Gymnasien – ist ein realistischer und zugleich bedeutungsvoller Schritt. So kann ein Konzept entstehen, das pädagogisch fundiert, organisatorisch tragfähig und gesellschaftlich wirksam ist.

„Welch große Talente wir im Nachwuchsbereich haben, konnte man erst unlängst am Erfolg von Tuana Yilmaz aus Elsenfeld beim TV-Format „The Voice Kids“ sehen“, betonte CSU-Landratskandidat und Kreisrat Björn Bartels.

„Im Zuge dieser Neuausrichtung wäre auch eine eigene Kategorie für Schulensembles und Klassenprojekte denkbar. Denn Musik entsteht nicht nur im Konzertsaal, sondern gerade auch im Klassenzimmer – oft mit einfachen Mitteln, aber großem Herzen. Wenn Schulen stärker eingebunden werden, schaffen wir mehr Teilhabe und entdecken Talente dort, wo sie entstehen“, betont Christian Schreck, Mitglied im Bezirksvorstand des CSU-Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport.

Solche Projekte sind nur durch ein starkes Netzwerk realisierbar. Ohne das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger – und ohne die institutionelle Unterstützung durch den Landkreis Miltenberg – wären diese Leuchtturmprojekte nicht durchführbar. Unsere Aufgabe als Politik ist es, diesem Engagement verlässliche, fördernde und wertschätzende Rahmenbedingungen zu geben – nicht als Geste, sondern aus Überzeugung.

„Wenn wir Kultur, Bildung und Ehrenamt gemeinsam denken, stärken wir nicht nur die Jugend, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region“, so Landtagsabgeordneter Martin Stock, Kreisrat und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales.